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Abzocke im Urlaub - Achtung vor diesen Touristenfallen: Hier wirst du abgezockt!


Zack und schon ist die Touristenfalle zugeschnappt.

Urlaubs-fails, die richtig teuer werden können. Du lernst die Abzock-Methoden kennen und kannst sie enttarnen, ehe du ihnen zum Opfer fällst!


Die einen drücken Kindern ungefragt Taubenfutter in die Hand, der nächste sieht nur die Dollarzeichen, wenn du in sein Taxi steigst.

😵 Boah, wie nervig!


💡Um im Ausland durch das Minenfeld von Falschgeld und Langfingern aller Art, möglichst unbeeindruckt durchzukommen, sind hier die gängigsten Abzocker-Maschen zusammengestellt.

 

Bist du auch schon mal im Urlaub über den Tisch gezogen worden?

  • Mir sind selbst schon einige Dinge passiert. Aber ließ selbst!

 


Der Parkhaus-Dieb:

Langfinger auf Handtaschenjagd im Schutz der Dämmerung eines unbewachten Parkhauses.

Meine Eltern am Flughafen von Dublin.

Sie wollten das Lieblingskind (mich) während meines Au-pair Aufenthaltes besuchen.

 

Nach der ersten Hürde, ohne nennenswerte Fremdsprachenkenntnisse, sich ein Mietauto zu organisieren, kam der Oberhammer: Als meine Eltern gerade dabei waren, das Auto zu beladen, kam ein junger Kerl angerannt, versuchte sich die Handtasche meiner Mutter, die auf dem Gepäcktrolley lag, zu schnappen und abzuhauen.

 

Leider hat der Dieb meinen Papa nicht in seiner Tatausübung berücksichtigt. Er (Ingenieur) hat schlauerweise die Tasche am Trolley fest geknotet. So musste der Dieb unverrichteter Dinge von Dannen ziehen. Meine Eltern hätten den Jungspund sonst wohl im Doppelpack überwältigt und zur Handtasche an den Trolley gekettet, bis die Polizei eingetroffen wäre.

 

Die Moral:

  • Immer! Wirklich immer auf die persönlichen Dinge aufpassen. Selbst im leeren Parkhaus kann ein Taschendieb in einer dunklen Ecke warten.

 


Hand aufs Hirn – wer wurde noch nie von einem Taxi abgezogen?

Ehrlicherweise muss man sagen, dass einem das überall passieren kann.

Auch in der eigenen Stadt, nachts um drei, mit einem halben Döner in der Hand... Ach egal. 🤪

 

Die Taxiflucht in Mexiko

(Un)ehrenhafter Mann mittleren Alters verdoppelt Fahrtkosten auf heimtückische Art und Weise.

So trug es sich zu, dass ich mit meiner dreijährigen Tochter vom Bahnhof zum Apartment ein Taxi nehmen musste.

Mein Kind, drei Koffer und ich stiegen zu.

Ich verhandelte mit dem Fahrer einen fairen Preis.

Wir plauderten noch nett, so gut das eben ging, mit meinem Sprachlevel A1 der VHS.

 

Am Zielort angekommen und nach Entladung der Koffer, bezahlte ich ihm 100 Pesos. Ausgemacht waren 50. Er nahm den Geldschein und ging zum Auto, stieg ein und fuhr weg. Schweinebacke.

 

Statt mir Wechselgeld zu geben, brauste er davon, dass nur so der Staub flog und da stand ich dann, mit meinem Kind, drei Koffern und 100 Pesos leichter doof an der Straße.

 


Flaschgeld im Luxushotel

Es ist nicht alles Geld, was aus buntem Papier besteht.

In Zeiten der bargeldlosen Bezahlung haben es Geldfälscher zwar immer schwerer, aber weil es so abstrus manchmal ist, muss dieser Punkt natürlich auch auf die Liste.

 

Mir selbst ist es zwar noch nicht passiert. Aber meinem Arbeitskollegen.

In einem fünf-Sterne-Hotel in São Paulo.

 

Als Flugbesatzung haben wir mit dem Hotel, in dem uns unsere Firma einquartiert, das Abkommen, dass wir dort Geld abheben können und das nicht gebrauchte Geld später zurückgebracht werden kann.

 

Wir fuhren also zum Markt, im Gepäck einen dicken Stapel Geldscheine, den wir auch gewillt waren auszugeben. Schließlich hatten wir richtig viel Bock auf Shopping.

Als Objekt der Begierde den Besitzer wechseln sollte, flog auf, dass das Bargeld meines Kollegen Falschgeld war. Ciao, handbemalte Obstschale aus Bananenblättern.

 

Das Hotel nahm die Scheine später natürlich nicht mehr zurück.

  • Deswegen IMMER das Geld auf Echtheit kontrollieren!

 


Der Freund im Feind-Pelz

Zeig mir dein Geld und ich sage dir wie viel ich von dir klauen kann.

Diese Geschichte belastet mich bis heute, eine meiner Lieblingsstädte ist jetzt befleckt mit einer richtig schlechten Erfahrung. Menno!

 

Ich war mit meiner Freundin ein Wochenende in Barcelona.

Es war wundervoll.

Wir hatten die Zeit untereres Lebens.

Und auf dem Weg zum Flughafen trat eine Frau aus einer Nische auf mich zu. Gab mir einen Cent in die Hand und palaverte etwas von wegen Geld tauschen, das bringe Glück.

Sie schenkte mir sogar eine Plastikrose. Und spätestens jetzt sollten alle Alarmglocken angehen!

  • Bei mir nicht. Wie ein Reh fasziniert vom Licht des herannahenden Scheinwerfers.

Ich war geblendet von der Herzlichkeit und dem bezwingenden Lächeln. Eine wirklich charismatische Person.

Sie lud mich sogar noch zu einer Fete ein. Wir waren zu diesem Zeitpunkt eigentlich Freundinnen.

 

Ich zückte dann auch gleich meinen Geldbeutel und gab ihr einen „Glücks-Cent“ zurück.

 

Sie verabschiedete sich noch nett und als ich merkte, dass das doch irgendwie komisch war, wusste ich schon, dass der 50-Euro-Schein aus meinem Geldbeutel weg war.

Ich spickte hinein und jep, Geld weg.

 

Also bitte: niemals den Geldbeutel zücken.

Wenn, dann wegdrehen.

So siehst du auch, ob hinter dir jemand steht.

 


Die Studenten im chinesischen Teehaus

Lass uns gemeinsam Englisch üben, dich in ein Teehaus entführen und eine exorbitant hohe Rechnung bezahlen.

Diese Masche ist leider auch sehr beliebt.

Meine gute Freundin war in Shanghai an der Promenade spazieren und geriet mit zwei Studenten ins Gespräch.

Sie waren furchtbar freundlich und logen, dass sich die Balken bogen.

 

Die vermeintlichen Studenten baten um ein Teekränzchen, um sich besser und in Ruhe auf Englisch unterhalten zu können.

Sie träumten davon, ihre Sprachkenntnisse aufzubessern und vielleicht schon ganz bald ein Auslandssemester absolvieren zu können.

Im schnuckeligen Teehaus im Hinterzimmer angekommen, gingen dann erst mal die Türen zu und nicht mehr auf.

Die Studenten waren schnell weg und zurückblieb die Rechnung.

 

Meine Freundin weigerte sich natürlich die Rechnung von weit über 100 € allein zu begleichen und prügelte sich (eigenen Aussagen zu Folge) den Weg frei.

Puh! Das braucht man echt nicht, oder?

 


Die Überraschung wird zum Schluss serviert.

Straßenmusikanten, Sitzplatzpauschale & Gedeck pro Gast.

Da sitzt man fein im Restaurant, ist am Essen genießen und sich nett unterhalten.

Plötzlich ertönt von der gegenüberliegenden Straßenseite laute Musik.

Übermotivierte Musikanten stürmen Richtung Restaurant und die fröhlichen Stimmungsmacher trompeten nervtötend um dich herum. Während du versuchst deine Spaghetti aufzudrehen, stopft man dann doch, gezwungenermaßen, ein paar Münzen in den gezückten Hut. Absoluter Graus.

 

Oder beim Bezahlen kommen noch Extra-Kosten obendrauf.

Das ist ganz oft normal und sollte bedacht werden, wenn man auf das Urlaubsgeld achten muss. Mal getarnt als Gedeck, Service-Pauschale oder ähnliches.

  • Wir schauen mittlerweile immer online nach, wie das Restaurant bewertet ist.

Dort lässt sich eine realistische Einschätzung über Qualität und Leistung abrufen.

 


Armes Kind oder guter Schwindel?

Gauner setzen da an, wo es uns am meisten wehtut: Kinder

 

In Indien auf einem Basar trat eine schmächtige Frau an mich heran und bat mich um eine Geldspende.

Als ich dies ablehnte, bettelte sie darum, etwas Milchpulver für ihr Baby zu kaufen.

 

Im ersten Moment war ich ganz gerührt und sah mich selbst schon mit Heiligenschein durch die Gegend rennen, welch Wohltat ich doch vollbracht hatte.

Bei genauerem Hinschauen wurde ich jedoch stutzig: Die Milchpulver Dose war schon ziemlich stark verrostet, der Stand verkaufte außerdem nur gehäkelte Armbänder und diese eine Dose Milchpulver.

Schwindel erkannt.

 

Guru-Attacke

Heilige Mission in Indien

Auch in Indien: ein alter Mann, mit langem silbernen Bart und orangen Turban auf dem Kopf, packte meine Hand, drückte mir einen roten Punkt auf die Stirn und murmelte einen Psalm. Die schwitzige Hand ließ die meine einfach nicht mehr los.

 

Bis ich überhaupt verstand, was hier eigentlich gerade passiert, hatte ich neben einem schiefen roten Punkt auf dem Hirn auch ungefragt ein handgeknüpftes Armband um mein Armgelenk.

Der alte indische Guru krallte sich immer noch an mir fest und wollte ohne eine großzügige Spende meinerseits auch nicht mehr loslassen.

 

Ich wurde dann richtig sauer, mir entglitt ein Schrei und ich riss mich los.

Er verstand das und machte sich vom Acker.

 

Unter dem Deckmantel von Region körperlich übergriffig zu werden, halte ich für ein ganz schlechtes Geschäftsmodell. Pfui!

 


Schau dir auch den Beitrag an: hier ist der Notfall-Guide, falls du im Urlaub beklaut wirst!

Dort ist Schritt für Schritt aufgelistet, was im Ernstfall zu tun ist.

zum Notfall-Guide
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Kannst du mir auf der Karte den Weg zeigen, während ich dich beklaue?

Oder: ich nutze den Überraschungsmoment, verwirre dich und raube dich aus. Ohne, dass du es merkst!

 

In Lissabon war ich mit meiner Freundin verabredet.

Wir waren beide zufällig zur gleichen Zeit am selben Ort. Wie praktisch. Zusammen wollten wir uns ein paar Hotspots ansehen.

Sie wartete in einem Café auf mich.

 

Als ich ausstieg und sie anrufen wollte, war plötzlich das Handy aus und sie nicht mehr erreichbar. Blöd.

Aus der Ferne kam schon ein verzweifelter Schrei: „Linda, mein Handy ist weg!“

 

Was davor geschah:

Meine Freundin saß in besagtem Café. Zwei Personen kamen ganz scheinheilig hereinspaziert. Steuerten auf ihren Tisch zu.

Das neue iPhone schon fest anvisiert.

Sie spielten Touristen und legten einen Stadtplan auf den Tisch und fragten freundlich nach dem Weg.

Ein nettes Pläuschchen später waren die Typen auch schon wieder weg und mit ihnen das neue Handy längst über alle Berge.

Während der Typ mit dem Stadtplan für die nötige Ablenkung gesorgt hatte, stibitze sein Komplize heimlich das Handy unter dem Stadtplan. Noch ein bisschen lächeln, Charisma zeigen und etwas small talk und zack. Handy weg.

Aus dem Sightseeing wurde freilich nichts.

Dafür gab es viele Tränen und den Gang zur Polizeiwache.

 


Die Gauner wissen genau, welche Knöpfe sie drücken müssen und scheuen nicht davor zurück, dir mitten ins Gesicht zu lügen.

Im Urlaub wird leider oft bewusst die Unwissenheit und Gutgläubigkeit ausgenutzt.

 

  • Bleibe wachsam.
  • Halte deine Wertgegenstände nah am Körper.
  • Vertraue dennoch auf das Gute in der Welt, aber höre auf deine Intuition! Sie lügt nicht.
  • Bei übergriffigem Verhalten sofort weggehen und Hilfe holen.

Obwohl ich immer predige, dass die meisten Menschen freundlich und wohlgesonnen sind, kann es einfach passieren, dass man einer üblen Tour zum Opfer fällt und im Urlaub über den Tisch gezogen wird.

Im schlimmsten Fall sogar beklaut oder gar ausgeraubt wird.

 

  • Ist dir auch schon mal etwas richtig Unangenehmes im Urlaub passiert?

Wurdest du schon, genauso wie ich, über den Tisch gezogen und ausgenommen wie ein Truthahn an Thanks Giving?

 

Später geben diese Geschichten die besten Anekdoten wieder und man kann sich darüber kaputt lachen.

Ich würde mich freuen, wenn du mir deine Story vom "mit Anlauf rein in die Touristenfalle" erzählst und mich und viele andere davor bewahrst genauso abgezockt zu werden.

 

Linda von Irgendwo mit Kind


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