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Weihnachten unter Palmen - wie es das bayerische Christkind in die Karibik geschafft hat.


 

Es war schon immer mein Traum gewesen, Weihnachten im Süden am Strand zu verbringen: Die Füße im feinen Sand, eine zarte Brise Meeresluft die durchs Haar streichelt, raschelnde Palmenblätter und warme Sonnenstrahlen auf der Haut.

Weihnachten unter Palmen

Ja! DAS wollte ich!

Vielleicht wünschst du dir auch Weihnachten einmal anders zu feiern?

 

Da liegt der Gedanke nahe, einfach mit der Familie ins Warme zu fliegen und dem nasskalten Matsch-Wetter den Rücken zu kehren.

 

Auch der Vorweihnachtsstress schlägt aufs Gemüt, der Geschenke-Wahnsinn nervt und „ruhig und besinnlich“ ist auch schon lange nichts mehr. 

 

Dabei ist es doch DIE Zeit im Jahr: die Zeit für Wunder und Magie!

 

  • Lies weiter, um zu erfahren, wie es das bayerische Christkind bis nach Mexiko geschafft hat und wie die Geschenke unter den Baum kamen.

 

DIE WEIHNACHTSTRADITIONEN:

 

Trotz frommer, ländlicher Erziehung und drei Jahren Pfarrkindergarten blieb meine Kirchentreue zuletzt etwas auf der Strecke. Nichtsdestotrotz gehört der Glauben zu meiner Kultur und natürlich zelebriere ich religiöse Feste wie z. B. Weihnachten mit all seinen Facetten.

Auch versuche ich die damit verbundenen Werte meinem Kind zu vermitteln und den Zauber von Weihnachten so lange es geht aufrechtzuerhalten.

  • Somit war sonnenklar, dass ich auf unserer Reise die Weihnachts-Traditionen einfach mit in den Urlaub nehme.

Weihnachten ist wunderschön und als ich klein war, habe ich diese Zeit geliebt, und möchte diese Freude nun auch meinem Kind ermöglichen.

 


 

PLÄTZCHEN BACKEN:

 

Fast das Wichtigste in der Weihnachtszeit ist das Plätzchenbacken.

  • Den Kindern bereitet das gemeinsame Backen immer großen Spaß und natürlich wollten wir auch dieses Jahr ein paar Plätzchen backen.

Ich war gut vorbereitet: Zuhause hatte ich die wichtigsten Gewürze wie z. B. Zimt und Vanille, nützliches wie Backpulver und dreierlei Plätzchen-Ausstecher eingepackt. Vor Ort stellte ich dann leider fest, dass ich keinen Ofen in der Küche habe.

 

Hier meine SOS-Plätzchen-Notlösung für dich als Inspiration:

  • Pfannkuchen gemacht und die Kleine ausstechen lassen.
  • Eine Packung Cornflakes, verschiedene Nüsse und Schokolade gekauft. Nüsse grob gehackt und angeröstet. Schokolade geschmolzen, Zimt dazu gegeben und mit den Cornflakes gemischt, portioniert und fertig waren die Schoko-Crossies.
  • Butterkekse besorgt, einen Zuckerguss aus Zitrone und Puderzucker angerührt und mit Streuseln, Smarties und Gummibären verziert.

 

DER ADVENTSKALENDER:

  • Einen Adventskalender braucht jedes Kind!

Den Kalender hatte ich bereits zuhause besorgt, in Zeitungspapier verpackt und mitgenommen.

Da er relativ groß war und nicht verheimlicht werden konnte, habe ich behauptet, das wäre ein Geschenk für unsere Vermieterin.

Am 1.12. habe ich ihn ihr geschenkt. Die Freude war natürlich riesig.

 

Beim Kauf habe ich darauf geachtet, dass der Kalender sinnvolle Dinge enthält, die uns während unserer Reise nützen. Er beinhaltete etwas zum Basteln und Malen, ein Puzzle, etwas zum Vorlesen und etwas zum Spielen.

 


 

DER NIKOLAUS:

  • Am 6.12. kam der Nikolaus zu uns.

Einen kleinen, gefüllten Nikolausstiefel habe ich vor die Tür gestellt, als "ich mich nochmal vergewissern wollte, dass die Tür verschlossen ist."

Für den Nikolaus hatte ich auch zuhause schon alles besorgt und mitgenommen.

Aufgrund der Temperaturen konnte ich keinen Schoko-Nikolaus einpacken, dafür gab es ein Stickeralbum und Gummibären.

 


 

DER WUNSCHZETTEL:

  • Gemeinsam haben wir einen Wunschzettel an das Christkind geschrieben.

Sie durfte außerdem noch ein Bild für das Christkind malen.

Zusammen mit ein paar Keksen haben wir den Wunschzettel vor unsere Türe gelegt.

 

Als sie schlief, habe ich den Zettel weggenommen, einmal vom Keks abgebissen und eine Prise Glitter über alles gestreut.

Am Morgen erzählte ich ihr, dass das Christkind immer etwas Goldstaub verliert, weil es beim Losfliegen fest mit den Flügeln schlagen muss.

 

Ihre leuchtenden Augen und die Begeisterung, dass das Christkind da war: unbezahlbar!

 


 

DER WEIHNACHTSBAUM:

  • Tannenbäume gibt es in Mexiko nicht, da kam mir die Idee den Weihnachtsbaum einfach zu basteln.

Warum auch nicht? Ich klebte einige DIN-A4-Blätter zusammen und malte den Umriss eines Tannenbaums darauf. Dieser wurde von uns grün ausgemalt.

Abschließend malten wir noch bunte Kugeln und klebten silberne Sterne darauf. Dann habe ich den "Baum" mit viel Klebeband an die Wand geklebt.

 

Et Voilà: Wir hatten den Weihnachtsbaum aufgestellt.

 


 

DIE GESCHENKE:

 

Relativ schnell merkte ich, dass sich die Gelegenheit heimlich Geschenke zu besorgen nicht ergeben wird.

Die Geschenke-Beschaffung mit einem sehr aufmerksamen Kind ist daher leider wenig romantisch.

  • Mein kleiner Weihnachtshelfer war: AMAZON Mexiko. Ich habe online alles bestellt und in die Unterkunft liefern lassen.

Dem Vermieter hatte ich darüber informiert, dass es sich um Weihnachtsgeschenke handelt und abgesprochen, dass er das Paket derweil in einer Kammer aufbewahrt.

 

Das Geschenkpapier hatte ich im Supermarkt gekauft und erzählt, dass das Christkind es zusammen mit dem Wunschzettel abholt.

 

Kurz vor Weihnachten habe ich dann in der Nacht das Paket aus der Kammer geholt, alles heimlich im abgeschlossenen Bad eingepackt und in einem leeren Koffer versteckt.

 


 

WIE KOMMEN DIE GESCHNEKE UNTER DEN BAUM?

  • Die im Bad klammheimlich eingepackten Geschenke habe ich in einem leeren Koffer aufbewahrt und am Weihnachtsabend unbemerkt unter den Baum gelegt.

 

DAS WEIHNACHTSESSEN:

  • Für unser Weihnachtsdinner habe ich uns ein tolles Restaurant ausgesucht. Prädikat: fancy.

Da saßen wir also an Weihnachten in der Karibik, die Füße im weichen Sand, bei Lounge-Musik und Vollmond. Das Essen war wirklich exklusiv und köstlich.

Ja, es gab sogar ein Glas Wein für mich und zum Abschluss Dessert und Espresso.

 

VORSTELLUNG VS. REALITÄT:

Es hätte so schön sein können.

Mein Kind war davon allerdings wenig beeindruckt und lag mir minütlich in den Ohren, wann wir endlich gehen.

Sie konnte weder das schöne Ambiente noch das wirklich leckere Essen genießen.

Die Gedanken kreisten ausschließlich um die bevorstehende Bescherung.

  • Die Laune der Sprösslinge kann stark einknicken, und zwar immer und überall.

Aber natürlich ganz besonders, wenn der Weihnachtsmann oder das Christkind auf sich warten lassen. :)

 


 

Folge dem Ruf Deines Herzens und mach Dich zusammen mit Kind(ern) auf den Weg in Richtung Freiheit und Glück. Du musst Dich für nichts rechtfertigen, was Dich glücklich macht.

 

Es hat mir extrem viel Spaß gemacht einmal an Weihnachten auszubrechen.

  • Ich glaube, es ist mir gut geglückt Leandra eine besondere Zeit und ein magisches Fest geschenkt zu haben.

Diese Erfahrung erfüllt mich bis heute mit unendlicher Dankbarkeit.

 

Unser kleines, perfektes Weihnachten unter Palmen, am Strand.

Träume können wahr werden!

 

 

 

Isla Mujeres: Hier wirkt die Weihnachtsdekoration wie fehlplatziert :-)
Isla Mujeres: Hier wirkt die Weihnachtsdekoration wie fehlplatziert :-)
Das war ein Teil der Dekoration am Hauptplatz in Holbox.
Das war ein Teil der Dekoration am Hauptplatz in Holbox.
Ein Besuch in der Kirche von Holbox (Mexiko) an Heiligabend.
Ein Besuch in der Kirche von Holbox (Mexiko) an Heiligabend.

Hast Du nun auch Lust Weihnachten unter Palmen zu verbringen?

 

Die besten Reiseziele für Weihnachten unter Palmen:

  • Kanaren: Fuerteventura, Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote
  • Mittelamerika: Costa Rica, Mexiko
  • Nordafrika: Marokko, Ägypten
  • Afrika: Südafrika, Namibia, Tansania

Natürlich gibt es noch viele weitere hervorragende Reiseziele, um sich mit der Familie an Heiligabend unter eine Palme zu hocken und cocktailschlürfend Weihnachtslieder zu singen!

 

Warst du schon mal zur Weihnachtszeit auf Reisen? Lass mich wissen, wie es war!


Linda von Irgendwo mit Kind

 

 


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