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Mutter-Kind-Kur. Wie wars? Was hat es gebracht?


Ein Erfahrungsbericht meiner Mutter-Kind-Kur in der Klinik "Sonnenalm" in Steibis bei Oberstaufen

 

Unser Arbeitspensum und die Anforderungen an uns Eltern, vor allem an die Mütter, sind heutzutage enorm. Kaum jemand findet mehr die richtige Balance zwischen Alltagsstress und Freizeitspaß. Es ist daher nicht verwunderlich, dass jedes Jahr 50.000 Mütter und Väter zur Kur fahren.

 

Gerade wir Mütter kämpfen jeden Tag bis ans Limit für die Kinder und die Familie. Unsere Bedürfnisse stellen wir hinten an. Unsere Grenzen werden in ungesundem Maße permanent überschritten und somit immer weiter nach oben korrigiert. Bis wir irgendwann selbst nicht mehr wissen wo unsere Grenzen überhaupt liegen. Superheldinnenhaft versuchen wir mit allem fertig zu werden, alles einfach durchzustehen. Wir messen uns an unrealistischen Standards der Gesellschaft, die uns vermeintlich immer noch nicht ausreichend erscheinen. Wir machen uns selbst fertig, sind hart zu uns, zweifeln an uns, kritisieren uns, fühlen uns schuldig, weil wir zu viel arbeiten und zu wenig Zeit haben.

 

ABER Mütter sind auch nur Menschen mit Fehlern, Gefühlen, Grenzen und Ängsten. Auch wir brauchen Zeit für uns, wir brauchen Ruhe und Erholung. Permanent funktionieren zu müssen macht auf Dauer unglücklich und krank.


Wer darf zur Kur fahren?

Grundsätzlich steht jedem Erziehungsberechtigtem alle 4 Jahre eine Mutter- bzw. Vater-Kind-Kur zu. Alleinerziehenden sogar alle zwei Jahre.

Es handelt sich um eine Kassenleistung und wird vollständig von der Krankenkasse übernommen.

Alle Informationen und notwendigen Formulare erhält man dort.

Sobald der Antrag vorliegt, solltest Du auch den Hausarzt mit ins Boot holen. Mit seiner Unterstützung werden die Formulare vervollständigt.

TIPP: Gib deinen Gesundheitszustand möglichst genau und ausführlich an. Neben den Angaben zu Beschwerden und Erkrankungen muss man offenlegen, wie die Beschwerden den Alltag negativ beeinflussen und sich auf das Arbeitsleben auswirken. Bei diesen Punkten ausführlich antworten und ggf. auf einem extra Blatt weiterschreiben.

Nur wenn der Sachbearbeiter die absolute Notwendigkeit erkennen kann, wird der Antrag auch genehmigt!

 

Warum es eine Kur bedarf ist immer Individuell zu betrachten. Die eindeutigsten Hilferufe sind:

  • Bei chronischen Krankheiten
  • Körperliche oder seelische Beschwerden, die den Alltag und das Arbeitsleben negativ beeinträchtigen
  • Wer sich im Alltag überfordert oder gar ausgebrannt fühlt. (Auch bei sonst körperlicher Gesundheit sollte man lieber früh als zu spät eine Kur beantragen, sie dient auch der Prävention).
  • Bei anhaltendem Stress, der eine Gefährdung für die Gesundheit wahrscheinlich macht.
  • Wenn davon ausgegangen werden kann, dass die Gesundheit und Entwicklung des Kindes gefährdet ist.
  • Wer Angehörige pflegt und dadurch einer besonderen Belastung ausgesetzt ist.

-> Der Antrag kann von der Krankenkasse abgelehnt werden. In einem solchen Fall lohnt es sich Einspruch einzulegen und die Notwendigkeit nochmal ausführlich zu begründen.

 


Die Rahmenbedingungen

Nachdem der Antrag von der Krankenkasse genehmigt wurde, wird gemeinsam versucht eine geeignete Einrichtung zu finden. Die Krankenkasse schickt Dir ein Exposé der zur Auswahl stehenden Kliniken zu. Grundsätzlich kannst du die Einrichtung selbst wählen. Allerdings wollen die Krankenkassen natürlich die Kurgäste gerecht auf alle Kliniken verteilen und versuchen dementsprechend zu argumentieren, dass diese oder jene Klinik besser für Dich geeignet ist. Wenn du DIE Klinik für dich festgelegt hast, und auch sonst partout nirgends sonst hinmöchtest, kannst du jedoch darauf bestehen. 

 

Der Kurbeginn muss nach Genehmigung in den nächsten sechs Monaten stattfinden.

Man wird für den Zeitraum der Kur für drei Wochen freigestellt. Die Freistellung wird nicht vom Jahresurlaub abgezogen und muss vom Vorgesetzten abgesegnet werden. Selbstverständlich erhält man für diesen Zeitraum auch das volle Gehalt.

 

Kinder bis 12 Jahren, in besonderen Fällen bis zum 14. Lebensjahr, dürfen mit zur Kur fahren.

Wenn beim Kind ebenfalls gesundheitliche Probleme bestehen, erhält das Kind auch eine Behandlung in der Klinik.

 

Ob Schicksalsschlag oder Trauerfall, einige Kliniken bieten Trauer-Wochen an. Dort wird unter dem Schwerpunkt Trauer-Bewältigung besondere Rücksicht auf die Situation genommen und in speziellen Sitzungen und Gruppentherapien darauf eingegangen. So kann man gemeinsam das Geschehene aufarbeiten und ist mit der Situation nicht alleine. Mir wurde damals auch die Trauerwoche angeboten, jedoch war das Datum für mich unpassend. Während meiner Kur habe ich mich mit einigen Trauergästen ausgetauscht und hatte den Eindruck, dass alle sehr dankbar für diese Möglichkeit waren und viel von dieser Zeit mitnehmen konnten.

 

Der Kuraufenthalt dient in erster Linie der Erholung. Ob die Akkus vollständig aufgeladen werden können, ist ungewiss.

Die Kliniken bieten dafür aber den Rahmen und versuchen, das optimale Ergebnis herauszuholen.
Die Mischung aus Bewegung und Entspannung führt in vielen Fällen (auch bei mir) gegen Ende der Kur zu einer Linderung der Beschwerden.

Allerdings wird während des Aufenthalts nur der erste Schritt gegangen und die Richtung gewiesen. Zuhause muss man dann selbst auf diesem Weg weitergehen. Nur wenn man das Erlernte mit nach Hause in den Alltag nimmt, ist der Kur-Erfolg auch von Dauer.

 

Es kann auch vorkommen, dass eine Kur vorzeitig abgebrochen werden muss. Gründe hierfür können starkes Heimweh sein oder wenn es einfach nicht mit der Fremdbetreuung klappt.

Auch der Fall, dass man währenddessen krank wird, kann den Erholungserfolg schmälern. Man muss während der Zeit des Infekts auf dem Zimmer bleiben.

Leider schwirren in diesen Einrichtungen mit so vielen, verschiedenen Menschen jede Menge Erreger herum und die Gefahr krank zu werden, ist einfach nicht auszuschließen.


Der Kurantrag wurde genehmigt. Es geht los !

Es war Mitte Mai. Ich saß im Auto, ein quengelndes Kind auf der Rücksitzbank. Es ging mir nicht gut. Ich war gestresst. Schließlich erreichte mich am Abend vorher der Anruf aus der Klinik, wo ich denn nur bleiben würde, sie machen sich schon Sorgen und warten auf mich. Schließlich ist doch gleich Begrüßung aller neuen Kurgäste und überhaupt hätten wir ja schon vor Stunden da sein sollen.

 

So saß ich also mit eingezogenem Kopf und voller Schuldgefühlen hinterm Steuer und fuhr einen Tag später als offiziell angenommen Richtung Allgäu. In all dem damaligen Stress hatte ich mich einfach um einen Tag im Kalender vertan.

 

Es gab Frühwarnsysteme aber all meine "Ich kann nicht mehr" und "Ich schaff das nicht" verhallten ungehört im Nimbus. Genau genommen, hörte meine Tochter das ziemlich oft, aber was will sie mit ihren drei Jahren schon dagegen tun? Außer noch mehr an meinem Nervenkostüm zu zerren!

Da es keine Alternative für mich gab, musste ich einfach immer weitermachen. Viel Arbeiten, zu unterschiedlichsten Zeiten, Jetlag inclusive. Ein Kleinkind in der Trotzphase, zahllose unruhige Nächte, Trennung, Todesfall und Migräne des Todes.

Ich war körperlich und emotional am Siedepunkt angekommen.

Man konnte also sagen: Ich brauchte diese Kur ganz dringend.

 

Wie bereits oben erwähnt, ging es für uns in die Klinik Sonnenalm, in ein idyllisches Bergdorf in der Nähe von Oberstaufen.

Ich war mehr als peinlich berührt als ich schließlich einen Tag zu spät ankam. Stresslevel 1000!

Die Klinikmitarbeiter verziehen uns das späte Erscheinen und hießen uns "Herzlich Willkommen".

Nach dem holprigen Start fühlte ich mich aber direkt wohl und als wir das Zimmer bezogen hatten, konnte ich das erste Mal durchatmen. Eine riesen Last viel von mir ab. Ich weiß nicht genau, was dafür verantwortlich war. Das Berg-Flair, das "Endlich-Angekommen" oder das Vertrauen, dass bald ein neues Kapitel unseres Lebens losgeht.


Endlich angekommen, das passiert am ersten Tag:

Nach unserer ersten Nacht in der Klinik Sonnenalm ging es zum Frühstück und anschließend brachte ich meine Tochter in den Kindergarten. Die Kinder wurden nach Alter in drei verschiedene Gruppen eingeteilt. Sie wollte sich am Morgen natürlich nicht von mir trennen, aber mein erster Termin stand an und ich übergab sie, unter Tränen und Protest, den wirklich lieben und bemühten Kindergärtnerinnen. Spoiler vorweg: Weder Tränen noch Theater änderten sich signifikant im weiteren Verlauf unserer Kur.

 

Der erste Termin: Es ging zum Klinikarzt. Um das Optimum aus meiner Kur herauszuholen, spricht man zu Beginn mit einem Arzt über die derzeitige Befindlichkeit. Es wird ein intensives Gespräch geführt, und die Hard-Facts wie BMI, Vorerkrankung und nötige Medikamente erfasst.

Im Anschluss wird versucht einen geeigneten, individuell auf den Patienten abgestimmten Wochenablauf zu erstellen.


Die Verpflegung

Frühstück:

Die erste Mahlzeit des Tages nimmt man gemeinsam mit den Kindern zu sich. Kaffee, Tee oder heiße Schokolade wurden angeboten. Das Buffet war reichhaltig, so dass jeder etwas fand und satt wurde.

 

Mittagessen:

Meine Tochter war schon "groß genug" und konnte mittags im Kindergarten essen. So hatte ich den Luxus in Ruhe essen zu können. Kleinere Kinder, die noch in der Krippe waren, mussten von den Eltern abgeholt werden und mit zum Mittagessen genommen werden. Mittags gab es Salat oder Suppe vom Buffet, einen servierten Hauptgang und Dessert.

 

Abendbrot:

Am Abend konnte man sich selbst so viel man möchte vom Buffet nehmen, das Angebot war vielseitig. Salate, Suppen, Warme und Kalte Gerichte. Das Essen hat mir immer geschmeckt und das Personal war sehr freundlich und geduldig. Am Abend konnte man sehr schön auf der Dachterrasse des Speisesaals sitzen. Die Kinder gruppierten sich gerne und verschwanden auf dem Spielplatz gegenüber, während die Mütter noch gemütlich sitzen bleiben konnten. 

 

 

Einziger Minus-Punkt, war für mich eindeutig die Lautstärke beim Essen. Die Mütter/Väter mit ihren Kindern, sind nicht ohne Grund in der Klinik. Oft liegen die Nerven blank, man ist am Ende seiner Kräfte angelangt und die Kinder dementsprechend überdreht, wild und anstrengend. Für mich war, vor allem am Anfang, die Lautstärke unangenehm. Wenn es das Wetter zuließ, saßen wir auf der Terrasse, dort war der Lärmpegel erträglicher.


Der Wochenplan: die Therapien und Anwendungen

Mein Wochenplan, bzw. Stundenplan wurde von der Klinik für mich unter Berücksichtigung meiner Bedürfnisse und Beschwerden erstellt. Die darin aufgeführten Einheiten waren verpflichtend und mussten penibel eingehalten werden. 

Der Plan beinhaltete neben Sportstunden wie Walking, Wassergymnasik oder Koordinationstraining auch Physiotherapie und Gespräche mit einem Psychologen. Es gab das Angebot einer Kunsttherapie, Achtsamkeitsübungen, Yoga-Stunden und Kräuterwanderungen.

 

Während Leandra gut behütet im Kindergarten war, hatte ich meine festen Termine und Auszeiten. Ich fand das Angebot vielfältig und interessant.

 

Mein Therapieplan war recht vollgepackt. Aber neben all den Terminen blieb auch noch etwas Zeit für mich. So ging ich beispielsweise hinter der Klinik in den Wald, in die Berge zum Wandern oder ich las einfach nur in Ruhe ein Buch.


Der Tagesablauf in der Klinik:

Die ersten Tage standen noch nicht so viele Termine an, wir hatten einfach Zeit anzukommen.

Ab dem dritten Tag hatten wir uns auch allmählich akklimatisiert. Wir waren langsam mit der neuen Umgebung vertraut, verliefen uns nicht mehr, fanden den kürzesten Weg in den Speisesaal, wussten grob wo es was gab und knüpften die ersten Bekanntschaften.

 

Wir hatten einen geregelten Tagesablauf. Für mich als Flugbegleiterin ungewohnt, aber ich muss zugeben, ziemlich sinnvoll :)

 

07:00 Uhr - Frühstück 

08:00 Uhr - Kind in das Kinderhaus bringen
08:15 Uhr - Vormittags - Therapie 
12:00 Uhr - Mittagessen 
13:00 Uhr - Kind abholen und eine Stunde Mittagspause 
14:00 Uhr - Kind wieder in das Kinderhaus bringen
14:15 Uhr - Nachmittags - Therapie 
ca. 15:00 Uhr - Kind abholen

18:00 Uhr - Abendessen

  

 

Für die Kinder gab es auch ausreichend Programm. Das gut ausgestattete Kinderhaus bietet genug Spielmöglichkeiten und Platz zum Toben. Die Kinder waren viel an der frischen Luft auf dem Spielplatz, mit großem Sandkasten und einigen Geräten zum Schaukeln oder Klettern. Es wurden Dinge für die Eltern gebastelt und gemalt.

Schulpflichtige Kinder können an einer Hausaufgabenbetreuung teilnehmen.

 

Die Wochenenden waren "frei". Man kann Ausflüge unternehmen oder Besuch empfangen.

 


Behandlungen und Anwendungen :

Wer schon mal bei einem Physiotherapeuten war, weiß wie das dort abläuft: Zuerst darf man 20 Minuten auf einer Wärmepackung liegen. Dadurch entspannen sich die Muskeln. Im Anschluss wurde ich einmal von oben bis unten eingerenkt und es wurde damit begonnen, Blockaden und Verspannungen zu lösen.

 

Alle Kurgäste wurden zum Walking verdonnert, das uns im Übrigen allen ehrlich Spaß gemacht hat. Die anfängliche Empörung das jetzt machen zu müssen wich schließlich der Dankbarkeit dies tun zu dürfen.

Die auflebende Natur und die Bewegung taten mir/uns richtig gut. Die Walking-Strecke ging über die umliegenden Berge durch den Wald, vorbei an Wasserfällen und Kuhweiden. 

 

Im Sportraum durfte ich an Gymnastikstunden teilnehmen, Stretching, Kraft- und Koordinationstraining.
Ich war nie ein bewegungsfauler Mensch, jedoch zwang der Alltag meine Sportmotivation in die Knie und ich ließ es einfach irgendwann bleiben. Umso mehr freute ich mich auf die Bewegung und darauf, endlich wieder Sport treiben zu können.

 

Es gab ein Schwimmbad in dem ich mich bei der Wassergymnastik auspowern konnte. Das Schwimmbad konnte zu gewissen Stunden auch von den Kindern mit genutzt werden. Unter Aufsicht eines Erwachsenen durften die Kinder dort herumtoben.

 

Natürlich gab es auch Psychologengespräche. Die Psychologin, die mir zugeteilt wurde, war sehr sympathisch und die Gespräche inspirieren mich bis heute.

 

Auch Teil des Programms waren Vorträge, zum Themen: Gesunder Rücken und Wirbelsäule. Uns wurde ein Film gezeigt, wenn Eltern in die Schreifalle tappen, oft Laut werden, und was man stattdessen besser tun sollte.

 

Auf freiwilliger Basis konnte man am Abend Yoga und Entspannungs-Einheiten mitmachen und tagsüber gab es Achtsamkeitsübungen, im "Hier und Jetzt" zu leben. Dort habe ich auch einen wichtigen Satz mit auf den Weg bekommen:

"Du kannst nur im JETZT zur Ruhe kommen und Kraft tanken. weder in der Vergangenheit, noch in der Zukunft wirst du Frieden finden."

Die Tage vergingen und ich erholte mich jeden Tag ein winzig kleines Bisschen mehr. Am Ende der Kur war ich definitiv ein anderer Mensch, war weniger gestresst und hatte weniger Kopfschmerzen als vorher. Ich war zuversichtlich was unsere Zukunft anging und freute mich auch wieder auf zuhause.

Natürlich waren nicht all meine Probleme gelöst, die Situation war immer noch die Gleiche, aber ich konnte meine Batterien aufladen und hatte wieder mehr Kraft, um zuhause Kind, Arbeit und Haushalt zu stemmen.

Für mich war die Kur richtig und gut.


Mein Fazit :

Das Allgäu, mit den unendlichen Blumenwiesen und Kuhweiden, hat mir die Lebensfreude zurück gegeben und ich konnte neue Kraft und Hoffnung schöpfen.

Die Mutter-Kind-Kur hat bei mir gut funktioniert, weil ich mich voll und ganz darauf eingelassen habe. Ich habe vieles gelernt und mitgenommen. Einiges konnte ich auch zuhause in den Alltag integrieren. Außerdem habe ich meine Prioritäten neu verteilt: Wenn es mir gut geht, kann ich mich um andere kümmern. Oder: Erst, wenn Ich Sport gemacht habe, kann ich auch den Haushalt machen.

Ich habe mir einen gesunden Egoismus angeeignet, der es mir ermöglicht mehr auf mich und meine Bedürfnisse zu achten.

 

Im Anschluss an die Kur habe ich bewusst meinen Alltag entschleunigt und anders geplant. Auch habe ich gelernt Nein zu sagen, wenn mir etwas zu stressig wurde und mir stattdessen mehr Auszeiten eingeplant. Auch das Gefühl "Trauer" zulassen zu können, hat mir geholfen, es nicht länger zu verdrängen und so weiter dran festhalten zu müssen.

 

Ich habe mich mit den anderen Müttern gut verstanden, wir hatten Spaß zusammen und haben viel gelacht. Auch gemeinsame Ausflüge haben wir unternommen und der obligatorische "Ratsch" im Garten nach dem Abendessen gehörte dazu.

 

Außerdem konnte ich intensiv Zeit mit meinem Kind verbringen. Wir unternommen Ausflüge an den Wochenenden und ich genoss die Zeit, die ich mit meiner Tochter hatte.

Falls Du deine Mutter-Kind-Kur auch in Steibis verbringst, habe ich dem separaten Blog-Beitrag - Ferienregion Oberstaufen im Allgäu: Berge, Seen und Natur Pur-  meine Ausflugsideen für die Region zusammen geschrieben

 


Falls du auch zur Kur fahren möchtest, hier die wichtigsten Punkte :

  • Kur beantragen: Hausarzt mit ins Boot holen und ausführlich die Beschwerden schildern
  • Geeignete Klinik heraussuchen
  • Dem Arbeitgeber frühzeitig die nötigen Unterlagen zukommen lassen
  • Auf Tränen während Fremdbetreuung oder Heimweh einstellen
  • Eine Isolation im Zimmer aufgrund von Krankheit kann erforderlich sein
  • Straffer Therapieplan, evtl. wenig Freizeit
  • Nicht jede Kur ist von Erfolg gekrönt oder muss sogar abgebrochen werden
  • Versuche das Meiste aus der Kur herauszuholen und werde selbst aktiv, die Einrichtung bietet lediglich den Rahmen

Bleibt gesund und passt auch Euch auf !

Alles Liebe, Linda

Say no to what feels heavy + say yes to what feels expansive. - Dr. Nicole LaPera


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